Migräne ist mehr als Kopfschmerz

Migräne ist mehr als Kopfschmerz und einige Migränepatienten leiden an besonders starker Migräne.

Übelkeit kann Betroffenen den ganzen Tag verleiden, Erbrechen ist für viele sehr unangenehm. Migräne ist aber auch mehr als Kopfschmerz mit Übelkeit und Erbrechen. Auch Vorsymptome (Aura) wie Flimmersehen, Sprachstörung sind sehr belastend. Für viele an Migräne Erkrankte spielt die Unvorhersehbarkait des Auftretens einer Migräneattacke eine wesentliche Rolle, sie können ihren Alltag schlecht planen und empfinden sich selbst als unzuverlässig.

Übelkeit ist ein so typisches Begleitsymptom der Migräne, dass es als Diagnosekriterium in die Kopfschmerzklassifikation aufgenommen wurde. Erbrechen kennen sehr viele Patienten, jedoch kommt es nicht in allen Attacken regelmäßig zum Erbrechen. Entstehende Übelkeit ist ein Zeichen für die Beteiligung des vegetativen Nervensystems. Im Bereich des Hirnstamms liegt das sogenannte Brechzentrum. Die Aktivierung dieses Zentrums im Migräneanfall erklärt also die Übelkeit.

Des Weiteren ist der Leidensdruck bei Patienten besonders hoch, die sehr rasch entstehende Attacken haben. Sie bemerken häufig keine Vorsymptome der Migräne, unvermittelt setzen starke Übelkeit und heftige Kopfschmerzen ein. Schwierig ist es auch für Patienten, die regelmäßig am frühen Morgen aus dem Nachtschlaf erwachen, wenn sich ihre Migräneattacke bereits voll ausgebildet hat. Patientinnen, die an einer menstruellen Migräne leiden, haben oft längere und schwere Attacken, vor allem während der Regelblutung (Menstruation).

Außerdem ist der Leidensdruck bei Betroffenen besonders hoch, wenn die Attacken sehr häufig sind. Insbesondere Patienten mit einer chronischen Migräne, diese leiden an 15 oder mehr Tagen im Monat an Kopfschmerzen, sind schwer beeinträchtigt.