Welche Vorteile hat eine Spritze gegen akute Attacken

Was bedeutet eine eingeschränkte Magen-Darm-Motilität für die Therapie und welche Vorteile hat eine subkutane Injektion gegen die akute Attacke?

In der Migräneattacke kommt es nicht nur zur Übelkeit durch die Aktivierung des vegetativen Nervensystems. Als zusätzliches Problem kommt es zu einer Verlangsamung der Magen-Darm-Aktivität. Medikamente, die in Form von Tabletten eingenommen werden, werden verlangsamt voran transportiert und dann auch erst verzögert über den Darm ins Blut aufgenommen. Metoclopramid, eines der Medikamente, die zur Behandlung der Übelkeit eingesetzt werden, beschleunigt und normalisiert diesen Vorwärtstransport im Darm wieder. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, den Magen-Darm-Trakt zur Behandlung der Migräneattacke zu umgehen. Ein eleganter Weg dazu ist die Injektion von Sumatriptan unter die Haut. Dafür steht ein einfach anzuwendender Autoinjektor (Pen) zur Verfügung, den die Patienten nach einer kurzen Anleitung selbständig zuhause oder unterwegs anwenden können.

Subkutane Injektionen von Sumatriptan sind vor allem dann von Vorteil, wenn Migräneattacken sehr rasch entstehen, sehr ausgeprägt sind, hohe Schmerzintensität erreichen oder mit ausgeprägter Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Immer dann, wenn der Patient eine sehr rasche Schmerzlinderung braucht, ist eine Injektion von Vorteil. Bei Übelkeit und Erbrechen umgeht man mit der subkutanen Injektion den Magen-Darm-Trakt, was ebenfalls ein großer Vorteil sein kann.

Triptane sind die empfohlenen Medikamente zur akuten Behandlung von mittelschweren und schweren Migräneattacken. Vergleicht man die Studiendaten der verschiedenen Darreichungsformen der Triptane, zeigt die Injektion den schnellsten Wirkeintritt. Die Injektion gilt auch als die am stärksten wirksamste Behandlungsform der Migräne.